Für die Leute, die bei der Auslosung der Karten für die Google IO kein Glück hatten, gibt es immernoch die IO Extended, ein zelebrierter Event, wo zum Livestream Häppchen und Bier gereicht werden.

Ich war bei der IO Extended in Zürich und habe mitgepinselt. Neben der Weiterentwicklung von Android (unspektakulär) macht mir vor allem Google Now Angst. Mit immer mehr Kontextinformationen gefüttert, entwickelt es ein Eigenleben, erinnert, berechnet und misst den Anwender in allen Lebenslagen.

Business as usual bis anhin. Richtig beeindruckt haben mich nur zwei Ankündigungen. Einerseits Google Photos. Kostenlos. Unbegrenzter Speicher.
Befüllt man dieses mit Unmengen seiner Photos, kann die App die Bilder nach fast beliebigen Parametern gruppieren, Machine Learnig sei dank, ohne dass man die Bilder taggen müsste. Ein stimmungsvoller Clip von 5 min über den letzten Urlaub? Automatisch. Die letzten 10 Jahre im Leben deiner Tochter? Automatisch. Suchen nach Schneesturm? Gefunden. Spooky.
Das zweite Aha-Erlebnis war ein Kamera-Rig für 16 Kameras, die aus 16 Blickwinkeln in 4K aufzeichnen. Der Google Maschinenpark berechnet aus den 16 tatsächlichen Blickwinkeln tausende von neuen synthetischen, die zuletzt zu eindrucksvollen 3D Ansichten für Cardboard verarbeitet werden. Die Plattform heisst Jump, das Design des Rigs soll frei verfügbar werden. Zum konsumieren dieser VR-Bilder soll Youtube dienen.