Jetzt ist es offiziell: diesen crazy new shit aus U.S.A., namens HTML5, Javascript und CSS3 beherrsche ich jetzt auch.
Naja, ich muss das relativieren, ich habe lediglich das Microsoft Examen 70-480 bestanden. Ohne die Leistung der erfolgreich Geprüften mindern zu wollen: die Testaufgaben sind stellenweise veraltet, widersprechen gängigen Best Practices oder fragen IE-exklusive Syntax ab. Aus dem Gedächtnis das, was in meinen 49 Prüfungsfragen sehr seltsam war:

  1. Das Grid Layout ist nur vom IE implementiert und wird prefixed verwendet: -ms-grid. In Chrome ist das ganze hinter Experimental Flags versteckt.
  2. Das Element hgroup ist 2013 aus HTML5 entfernt worden.
  3. Die Verwendung von innerhtml ist Bad Practice. Stattdessen baut man ein Fragment und hängt vorhandene oder neu erstellte Nodes an dieses an.
  4. Aufgrund des Alters der Prüfung wird jQuery über Gebühr strapaziert, DOM-Selektion funktioniert anno 2014 (und früher) via querySelector und querySelectorAll in plain vanilla JS.
  5. Eventhandler werden stellenweise über veraltete Mechanismen eingehängt, die dann auch nur diesen einen Eventhandler statt derer mehrere erlauben.

Ich verstehe, dass Codebeispiele im Rahmen eines Multiple Choice Testes simplifiziert werden, um sich auf den Kern der Frage zu konzentrieren. Ich verstehe nicht, warum trotzdem keine Best-Practices genutzt werden, wenn sie den Code nicht verkomplizieren oder länger machen.

Der 700seitige Wälzer zur Vorbereitung der Prüfung ist hingegen ein gesunder Rundumschlag in Sachen Webentwicklung und damit gar nicht so übel, wenn auch nicht über jeden Zweifel erhaben, beginnt er doch bei der Einführung der HTML5 Elemente mit dem sehr fragwürdigen iframe. Schön allerdings ist, dass in Sachen Webworker und Ajax-Requests die natürlichen Sprachkonstrukte von JS beleuchtet werden.