Die Konzernmutter lädt zum dritten Mal zur internen Entwicklerkonferenz und auch diesmal bin ich erstaunt ob der Qualität der Vorträge.

In seiner Keynote spricht Aral Balkan davon, wem die erfassten Daten gehören, gehören sollten und gehören werden. Interessant und unterstützenswert finde ich die Forderung, dem virtuellen Alterego ähnliche Rechte einzuräumen, wie sie dem realen Ich im realen Leben zustehen, eine Charta für Cyborgrechte.

Ich zur falschen Zeit am falschen Ort: ein Werbeeinschub für ein IT-Jugendförderprogramm. Nett zu wissen ist trotzdem die Hypothese, dass 2022 die Dekodierung des Genoms eines Menschen günstiger sein wird, als einmal die Klospülung zu ziehen.

Eyal Yavor erzählt darüber wie es ist, als Software Entwickler 3 Jahre in der israelischen Armee zu dienen. Konkrete Probleme die zu lösen sind, sind der jährliche Personalwechsel und das Offlinesein. Eine besondere Herausforderung ist das harte Bootcamp, bei dem jeder Input von aussen, selbst eine Radiosendung, ein Hint zur Lösung der gestellten Knobelaufgaben sein kann.

Clever gewählter Titel by the way. Jonas Wagner referiert über den Engpass schlechthin in der Webentwicklung: Bilder in der falschen Grösse und im falschen Format, die zudem ungünstig beschnitten sind. Sein Tool Smartcrop ist einen Blick wert: es ermittelt die Regionen mit dem grössten Kontrast, erkennt Hautfarbe und schneidet anhand dieser Parameter automatisch zu.

Der für mich spannendste Talk des Tages: ein Komplettumbau der IT bei Ricardo. Neue Teams, neue Prozesse, neue Tool- und Releasechain .. alles in Hinblick auf ein schnelles und unproblematisches Deployment optimiert und das mit Augenmass.